Es handelt sich hier um ein ausschließlich bei der Katze vorkommendes Problem. Der Name Kippfenstersyndrom beschreibt die Ursache dieses sehr dramatischen und für die Katze sehr schmerzhaften Notfalls sehr genau: das gekippte Fenster. In 99,99 % aller Kippfenstersyndrome versucht die Katze durch das gekippte Fenster von innen nach außen zu gelangen, nur äußerst selten von außen nach innen. Dabei rutscht die Katze in den Spalt nach unten und klemmt fest. Bereits 10 Minuten festgesteckt im Fenster können ausreichen, um die Katze aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht mehr retten zu können.

Das typische Bild der sogenannten Kippfensterkatze: ihr Hinterteil ist innen, Kopf und Brustkorb außen. Im Bereich der Lendenwirbelsäule steckt sie im Fensterspalt fest, dadurch kommt es zu Nerven- und Gefäßschäden.

Aber auch umgekehrt ist es möglich: hier versuchte die Katze von draußen nach drinnen zu gelangen und steckte fest. Die Blutspuren zeugen von ihrem Kampf sich zu befreien.
Durch die Abwehrbewegungen rutscht die Katze nur noch tiefer in den Fensterspalt. Die Befreiung gelingt, indem Sie die Katze im Spalt nach oben schieben. Vorsicht vor eigenen Verletzungen durch die panische Katze! Viele Katzen werden leider erst im Fenster hängend entdeckt, wenn sie bereits tot sind.
Das Kippfenstersyndrom ist sicher vermeidbar, dennoch verlieren viele Katzen im Fenster feststeckend ihr Leben. Es gibt im Zoohandel spezielle Fenster-Einsätze, die die Katze daran hindern, durchs gekippte Fenster nach draußen zu gelangen.
Es ist leider gar nicht so einfach, eine panisch im Fenster feststeckende Katze zu befreien, da das Fenster nicht vollständig geöffnet werden kann. Die Befreiung gelingt nur, indem man die Katze im Spalt nach oben schiebt, und dann entweder nach innen oder außen zieht. Bei Schwierigkeiten sofort die Tierrettung oder die Feuerwehr kontaktieren, da jede Sekunde zählt. Da die meisten Katzen in einer derartigen Situation panisch sind, ist für Ihren eigenen Schutz große Vorsicht geboten. Nach der Befreiung muss die Katze sofort zum Tierarzt.
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